Filmkritik - Maps to the Stars

Kanada, USA, Deutschland, Frankreich 2014 (Satire)
Regie: David Cronenberg
Darsteller: Julianne Moore, Robert Pattinson, Mia Wasikowska, John Cusack, Evan Bird, Olivia Williams, Sarah Gadon, Carrie Fisher, Jayne Heitmeyer, Niamh Wilson, Amanda Brugel, Emilia McCarthy, Joe Pingue, Justin Kelly, Clara Pasieka, Kiara Glasco, Jennifer Gibson, Ari Cohen, Jonathan Watton, Donald Burda u.a.

Szenenbild aus dem Film Maps to the StarsFamilie Weiss ist für Hollywood mustergültig. Vater Stafford ist ein Psychoanalytiker mit sehr eigenen Methoden und Mutter Christina verwaltet die Karriere ihres 13-jährigen Sohnes, der es zum exaltierten Kinderstar gebracht hat. Nur die ungeliebte Tochter, die einst versuchte, ihren Bruder zu töten, wird gerne verschwiegen. Doch die taucht noch langer Therapie in einer psychiatrischen Anstalt plötzlich wieder in L.A. auf und wird die Haushälterin einer überkandidelten Schauspielerin, deren Stern gerade rapide sinkt und die unbedingt jene Rolle will, die ihre Mutter einst mit Bravour spielte. Dass sie ausgerechnet eine Patientin von Stafford ist, ist wohl ebenfalls kein Zufall ...

Szenenbild aus dem Film Maps to the StarsZugegeben: die Schauspieler geben hier einiges und diese perfide Abrechnung mit der Traumfabrik hätte vielleicht spannend werden können, doch Kultregisseur David Cronenberg erzählt hier schlichtweg zu viele Geschichten in zu kurzer Zeit, lässt kaum ein Klischee aus und nervt mit unangenehmen Figuren mehr als er unterhält. Schade, eine pfiffige Satire ist dies jedenfalls nicht.

Stephan Mertens

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